Fleisch aus der Retorte?

Ein großer deutscher Geflügelfleischkonzern steigt in ein israelisches Start-Up-Unternehmen ein, das sich mit der künstlichen Produktion von Fleisch befasst. »Dasselbe Fleisch, nur der Weg dahin ist anders«, wirbt die Firma und macht sich daran, Gewebezellen in der Retorte zu replizieren. Ist das ein hoffnungsvoller Ansatz oder eher eine die Schöpfung verachtende Horrorvision?

Ich gestehe, ich bin ein Science-Fiction-Fan, und das Raumschiff Enterprise hat es mir schon immer angetan. Als ich die Meldung über das oben genannte Start-Up-Unternehmen las, musste ich unwillkürlich an die praktischen »Replikatoren« denken. Mit deren Hilfe versorgte sich die Besatzung des Raumschiffs mit Nahrungsmitteln. Einfach per Knopfdruck – und man bekommt genau das, was man zum Überleben braucht.

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Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust

Dr. Jekyll, der legendäre Arzt aus der Novelle von Robert Louis Stevenson, wollte seine dunklen Seiten einfach abspalten. Er entwickelte einen Trank, der die seit Goethes Faust sprichwörtlichen „zwei Seelen in der Brust“ zu trennen vermochte. Ob solch ein Trank die Lösung für so manches Problem im menschlichen Miteinander wäre?

Sie scheinen nicht nachzulassen, die Schwierigkeiten in unserem Leben. So ist zumindest mein Eindruck, wenn ich in mein persönliches und gemeindliches Umfeld blicke. Doch auch der Blick auf die Kirchen, auf die Gesellschaft und aufs Ausland verstärken diesen Eindruck. Da scheint sich im Kleinen abzuspielen, was es auch im Großen gibt – oder umgekehrt. Vielfach scheint es aber bei den Konflikten gar nicht so sehr um Sachfragen zum Wohl aller zu gehen. Vielmehr spielen persönliche Befindlichkeiten und eigene Interessen eine große Rolle und schüren die Emotionen. Immer wieder gewinnt die dunkle Seite aus Selbstsucht und Eigennutz die Oberhand. Wäre da so ein Trank, wie der, den Dr. Jekyll in der Novelle des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson (1850-1894) erfand, nicht der ideale Ausweg, um all das Unangenehme und Schlechte einfach loszuwerden?
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Noah – Verantwortung mit Gottvertrauen

Bei dem Geschehen um den Bau der Arche, das Einsammeln der Tiere und die alles verschlingende Sintflut mutet Gott dem Menschen Noah ganz schön viel Verantwortung zu. Und der übernimmt sie, ohne zu zögern. Da stellt sich doch die Frage: Wie macht er das? Und was hat das mit mir zu tun?

Die Erzählung darüber, wie Noah die Arche baut und von allen Tieren ein Paar an Bord schafft, gehört wohl zu den bekanntesten biblischen Geschichten. Gott hätte es Noah dabei aber wirklich auch einfacher machen können! Warum hat Gott sich nicht selbst darum gekümmert, dass die Tiere nicht in den Fluten umkommen? Und wenn schon eine Arche nötig ist, um Mensch und Tier zu retten, dann hätte diese doch auch schon fertig dastehen können! Wenn Gott die Naturgewalten beeinflussen kann, sollte das doch kein Problem für ihn sein. Warum also sollte Noah die ganze Aktion selber durchführen?

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